Eurogast Zuegg hat seinen Standort in Nußdorf-Debant technisch umfassend modernisiert. Ein 30 Meter tiefer Brunnen unterstützt die Kühlung wichtiger Betriebsbereiche, eine neue Photovoltaikanlage mit 200 kWp erzeugt Strom am Firmenstandort. Rund drei Millionen Euro wurden insgesamt in die technische Erneuerung des Betriebs investiert.
Kühlen gehört im Lebensmittelgroßhandel zu den zentralen Aufgaben. Kühlhäuser und -Vitrinen müssen verlässlich versorgt werden, damit die erforderlichen Temperaturen entlang der Kühlkette eingehalten werden können. Bei Eurogast Zuegg wurde deshalb die Kühltechnik am Standort in Nußdorf-Debant umfassend erneuert. Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist ein neuer, rund 30 Meter tiefer Brunnen. Das daraus gewonnene Grundwasser wird für Kühlzwecke eingesetzt.
„Unser Ziel ist es, Ressourcen zu nutzen, die uns direkt am Standort zur Verfügung stehen. So werden wir unabhängiger. Mit Grundwasser für die Kühlung und Sonnenenergie für die Stromerzeugung haben wir dafür zwei konkrete Möglichkeiten umgesetzt.“
Saskia Valtiner-Zuegg, Geschäftsführerin Eurogast Zuegg
Das neue Kühlsystem kommt in mehreren Bereichen des Lebensmittelgroßhändlers zum Einsatz. Dazu zählen die Kühlhäuser für Obst und Gemüse, Molkereiprodukte und Fleisch sowie die Kühlvitrinen. Gerade im Lebensmittelgroßhandel ist eine verlässlich funktionierende Kältetechnik unverzichtbar. Unterschiedliche Produktgruppen benötigen unterschiedliche Temperaturbereiche. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die technischen Anlagen. Das Projekt befindet sich mittlerweile in der Abschlussphase. Die wesentlichen technischen Arbeiten sind finalisiert.
Mit der technischen Erneuerung verändert Eurogast Zuegg auch die eingesetzte Kältetechnik. Das bisher verwendete Kältemittel R404A wird im neuen System nicht mehr benötigt. R404A ist ein fluoriertes Kältemittel mit einem hohen Treibhauspotenzial. Der Verzicht darauf reduziert damit ein konkretes klimarelevantes Risiko. Für Eurogast Zuegg war die Umstellung deshalb ein wichtiger Bestandteil der technischen Modernisierung des Standorts.
Parallel zur neuen Kältetechnik wurde auch die Stromerzeugung am Standort ausgebaut. Eurogast Zuegg hat eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 200 kWp installiert. Die Anlage ist bereits in Betrieb und erzeugt Strom direkt am Unternehmensstandort. Insgesamt investierte das Familienunternehmen rund drei Millionen Euro in die technische Erneuerung des Betriebs. Darin enthalten sind die verschiedenen Maßnahmen rund um Kühlung und Energieversorgung. Wie sich die neue Kältetechnik konkret auf den Energieverbrauch auswirkt, lässt sich derzeit noch nicht beziffern. Dafür liegen nach der Umstellung noch keine ausreichenden Verbrauchsdaten aus dem laufenden Betrieb vor.
„Wir wollen hier bewusst keine Einsparungen versprechen, bevor wir entsprechende Erfahrungswerte haben. Entscheidend ist für uns zunächst, dass wir unsere technische Infrastruktur umfassend erneuert und zusätzliche Möglichkeiten zur Nutzung von Energie und Ressourcen direkt am Standort geschaffen haben.“
Saskia Valtiner-Zuegg, Geschäftsführerin Eurogast Zuegg
Mit dem Abschluss der aktuellen Arbeiten sind die Überlegungen noch nicht beendet. Eurogast Zuegg prüft bereits, ob die vorhandene Infrastruktur künftig für einen weiteren Anwendungsbereich genutzt werden kann. Konkret wird über den Einsatz einer grundwassergekoppelten Wärmepumpe nachgedacht. Da der Tiefbrunnen bereits vorhanden ist, soll geprüft werden, ob Grundwasser künftig auch für die Wärmeversorgung des Firmenstandorts eingesetzt werden kann. Noch handelt es sich dabei um eine Überlegung und nicht um ein bereits beschlossenes Projekt.
„Für mich liegt der größte Mehrwert in der höheren Unabhängigkeit“, fasst Saskia Valtiner-Zuegg zusammen. „Wir nutzen mit Grundwasser und Sonnenenergie Möglichkeiten, die direkt an unserem Standort vorhanden sind. Diesen Weg möchten wir konsequent weiterverfolgen.“
Mit Tiefbrunnen, neuer Kältetechnik und einer Photovoltaikanlage mit 200 kWp hat Eurogast Zuegg damit mehrere konkrete technische Maßnahmen am Standort umgesetzt. Welche Energieeinsparungen daraus langfristig resultieren, sollen die Verbrauchsdaten der kommenden Monate zeigen.
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